Bericht und Fotos von J. Redetzky
Vier Tage lang stand am Carl-Fuhlrott-Gymnasium nicht der gewohnte Stundenplan im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, neue Interessen zu entdecken, eigene Talente auszuprobieren und gemeinsam etwas zu erleben. Mit insgesamt 373 Workshops bot die diesjährige Workshopwoche ein außergewöhnlich breites Programm, das die Vielfalt unserer Schulgemeinschaft eindrucksvoll widerspiegelte.
Besonders sichtbar wurde dabei, wie viele Menschen sich mit eigenen Ideen eingebracht haben. Neben den zahlreichen Angeboten der Lehrkräfte wurden auch Workshops von Schüler:innen selbst organisiert. Ob beim gemeinsamen Werwolf-Spielen, beim Wandern und Entdecken des Burgholzes oder beim Knüpfen von Armbändern – hier zeigten unsere Schüler:innen, dass sie nicht nur teilnehmen, sondern die Workshopwoche aktiv mitgestalten können.
Auch Eltern bereicherten das Programm mit ihren eigenen Angeboten. In Workshops zum Verzieren von Kerzen, zum Programmieren mit Scratch oder zum kreativen Buch-Upcycling gaben sie Einblicke in ihre Interessen und Fähigkeiten und ermöglichten den Teilnehmer:innen neue Erfahrungen außerhalb des regulären Unterrichts.

Den Kern der Workshopwoche bildeten jedoch erneut die zahlreichen Angebote unserer Lehrkräfte. Die Bandbreite reichte von klassischen Gesellschaftsspielen, Schach und Tischtennis über kreative Workshops wie das Basteln von Armbändern bis hin zu Bewegungsangeboten wie Yoga sowie griechischen und irischen Tänzen. Darüber hinaus boten verschiedene Sprachworkshops die Gelegenheit, neue Fremdsprachen kennenzulernen oder vorhandene Sprachkenntnisse zu erweitern. Gerade diese Vielfalt macht den besonderen Reiz der Workshopwoche aus: Jede und jeder findet die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, eigene Interessen zu vertiefen oder sich mit einem Thema zu beschäftigen, für das im regulären Schulalltag oft zu wenig Zeit bleibt.
Neben Kreativität und Handwerk spielte auch Bewegung eine wichtige Rolle. Die Zusammenarbeit mit den Grey Hounds Wuppertal brachte American Flag Football an unsere Schule, während externe Angebote in den Bereichen Tennis und Volleyball zusätzliche sportliche Akzente setzten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf dem Lernen an außerschulischen Orten. Am Campus Freudenberg der Bergischen Universität Wuppertal konnten Schüler:innen im Rahmen einer MINT-Studienorientierung Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Studienfelder gewinnen. Im Manuelskotten wiederum wurde Technikgeschichte lebendig: Dort erfuhren die Teilnehmer:innen, wie Wasser über viele Jahrzehnte Maschinen antrieb und damit die Entwicklung des Bergischen Landes prägte.
Auch für die Oberstufe standen besondere Projekte auf dem Programm. Die EF beschäftigte sich im Rahmen eines Europa-Projekttages mit politischen Entscheidungsprozessen in der Europäischen Union. Bei einer von den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) durchgeführten Simulation des Europäischen Parlaments schlüpften die Schüler:innen selbst in die Rolle von Abgeordneten und erlebten europäische Politik aus einer ganz neuen Perspektive. Die Q1 nutzte die Woche dagegen zur intensiven Berufsorientierung und setzte sich mit möglichen Studien- und Berufswegen auseinander.
Die Workshopwoche zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Lernen außerhalb des klassischen Unterrichts möglich ist. Sie lebt von den Ideen, der Offenheit und dem Engagement aller Beteiligten. Unser herzlicher Dank gilt deshalb allen Lehrkräften, Schüler:innen, Eltern sowie unseren externen Partnern, die mit ihren Angeboten dazu beigetragen haben, diese Woche zu einem besonderen Erlebnis zu machen.