Zwischen Aktienkultur und Kinderschutz: Jürgen Hardt im Gespräch mit dem SoWi-LK

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Bericht von M. Roth

Am Freitag, dem 19.06.2026, hatte der Sozialwissenschaften-Leistungskurs, geleitet von Herrn Roth, das Vergnügen, Jürgen Hardt, einem Bundestagsabgeordneten und dem außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU, ein Interview zu einigen vorher ausgewählten Fragen zu führen. 

Jürgen Hardt ist ein deutscher Politiker der CDU und seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er vertritt den Wahlkreis Solingen – Remscheid – Wuppertal II und war viele Jahre außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU. Seine politischen Schwerpunkte liegen vor allem in der Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik. Vor seiner Tätigkeit im Bundestag arbeitete er unter anderem in der Wirtschaft. 

Einstieg: 

Der Podcast beginnt mit einigen persönlichen Fragen, wie Jürgen Hardts Berufskarriere und einigen details über seine Familie. 

Themenblock 1: Einstieg & Wie geht es Deutschland?

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Jürgen Hardt beschreibt die wirtschaftliche Lage Deutschlands als schwierig. Die Folgen der vergangenen Jahre mit geringem Wirtschaftswachstum, Defiziten in den Sozialkassen, steigender Arbeitslosigkeit und sinkenden Steuereinnahmen müssten aufgearbeitet werden. Deshalb seien Reformen notwendig, um Wachstum zu fördern und den Außenhandel zu stärken. 

Hardt betont, dass die CDU Deutschland wieder auf Wachstumskurs bringen wolle. Er zeigt sich für das laufende Jahr vorsichtig optimistisch, sieht dafür aber niedrigere Energiekosten, weitere Reformen und möglichst ein Ende des Ukraine-Krieges als wichtige Voraussetzungen.

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Themenblock 2: Reichtum & Vermögenssteuer

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Des Weiteren haben wir mit Jürgen Hardt thematisiert, wie gerecht die Vermögensverteilung in Deutschland wirklich ist. Hardt ordnet die aktuelle Situation historisch ein und erklärt, weshalb für ihn die hohe Steuerbelastung auf Arbeit ein zentrales Problem ist. Sein Tipp, insbesondere für Schüler, um Kapital aufzubauen, ist es, in Aktien zu investieren. In diesem Zusammenhang brauche man eine neue Aktienkultur. Die Gründe für seine Annahme, dass gut gemanagte Fonds langfristig sicherer und rentabler sind als das klassische Sparbuch, erklärt er im Interview. Außerdem geht er auf die Problematik einer zu hohen Erbschaftssteuer ein, wenn es um den Erhalt von Familienunternehmen geht. 

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Themenblock 3: Abhängigkeit mit dem Ausland

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Ist Deutschland außerdem zu stark abhängig von China, den USA beziehungsweise anderen Großmächten? Hier spricht Hardt über die Herausforderungen im Handel mit China und weshalb wir bei strategisch wichtigen Produkten wie seltenen Erden unabhängiger werden müssen. Er gibt uns einen tiefen Einblick, wieso er chinesische „Staatsunternehmen“ wie Huawei kritisch sieht und auch, wie wir uns gegen die US-Handelspolitik sowie den angestrebten Protektionismus Donald Trumps behaupten können, ohne die Verlässlichkeit für deutsche Unternehmen zu gefährden. 

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Themenblock 4: Politik in 2026 & Schluss 

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Den letzten Themenblock füllte der Leistungskurs mit der politischen Zukunft Deutschlands und was geändert werden muss, um Politik wirksamer zu gestalten. 

Im Gespräch betonte Jürgen Hardt, dass nicht ein Mangel an Streit, sondern vielmehr die Qualität der politischen Debatten verbessert werden müsse. Er schloss sich der Einschätzung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an, dass Politik den Blick stärker auf das Gemeinwohl und die Interessen zukünftiger Generationen richten sollte, anstatt sich überwiegend mit Eigeninteressen zu beschäftigen. 

Eine große Herausforderung sieht Hardt in dem Einfluss sozialer Medien auf den politischen Diskurs. Diskussionen würden dort häufig von Empörung, vereinfachten Darstellungen und gezielten Desinformationskampagnen geprägt. Dadurch gingen sachliche Debatten zunehmend verloren und kontroverse Themeninhalte werden umschifft. Nach seiner Ansicht müsse Politik deshalb stärker auf Inhalte statt auf emotionale Reaktionen setzen und sich nicht von kurzfristigen Empörungswellen leiten lassen. Als wichtigste Maßnahme zur Verbesserung sozialer Medien nannte er jedoch einen deutlich stärkeren Kinder- und Jugendschutz. Minderjährige müssten wirksamer vor verstörenden und schädlichen Inhalten geschützt werden.

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Abschluss: 

Zum Abschluss des Gesprächs beantwortet der Interviewgast die Frage, welche drei Maßnahmen er als Bundeskanzler innerhalb von 24 Stunden umsetzen würde. Im Mittelpunkt seiner Antwort steht der konsequente Abbau von Bürokratie. Er kritisiert, dass bestehende Gesetze und Vorschriften nur selten hinterfragt oder abgeschafft werden, weil ihre Überprüfung häufig von denjenigen vorgenommen werde, die sie selbst geschaffen hätten. Stattdessen plädiert er für einen systematischen Praxistest, bei dem einzelne Gesetze zeitweise außer Kraft gesetzt werden, um zu prüfen, ob ihr Wegfall tatsächlich negative Folgen hätte. 

Als Finale richtete sich Jürgen Hardt direkt an die Schülerinnen und Schüler. Er wünscht ihnen einen erfolgreichen Schulabschluss und ermutigt sie, ihren eigenen Interessen und Leidenschaften zu folgen, anstatt sich ausschließlich von den Erwartungen anderer leiten zu lassen. Wer mit Begeisterung und Überzeugung seinen eigenen Weg gehe, habe die besten Chancen auf beruflichen Erfolg und persönliche Zufriedenheit. Leidenschaft und Motivation seien die entscheidenden Voraussetzungen für gute Leistungen 

Outro: 

Wenn Sie sich für spannende Kommunalpolitik und bürgernahe Interviews interessieren, können Sie die genauen Informationen und das komplette Gespräch, dank des SoWi-LKs als Podcast ebenfalls abrufen.