Bericht von Jones Naji
Am 29. Juni 2026 war es so weit. Nach fünf Monaten Vorbereitung erlebte der Veranstaltungsraum eine Premiere, die das Publikum so schnell nicht vergessen wird.
Der Plan ist aufgegangen. Am Abend des 29. Juni füllte sich der Veranstaltungsraum mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und Freunden – und was sie dann erlebten, war mehr als ein Schulprojekt. Es war eine echte Produktion.
„Abgerechnet am Abiball„ erzählt die Geschichte einer cleveren Schülerin, die ein Netzwerk aus Notenbetrug aufdeckt – und mit einer Handvoll Mitstreiter einen waghalsigen Plan ausführt. Inspiriert vom Hollywood-Heist Ocean’s 8 entstand ein Stück, das Bühnentheater und eigenproduzierten Film zu einem nahtlosen Erlebnis vereint: Live-Szenen wechselten sich mit Filmsequenzen ab, die die Crew selbst gedreht und geschnitten hat – auf Schulfluren, in der Mensa, auf dem Parkplatz.
Was das Publikum zu sehen bekam, war das Ergebnis von fünf Monaten intensiver Arbeit. Probe-Nachmittagen, die sich bis in den Abend zogen. Drehtagen an Wochenenden. Einem Skript, das immer wieder umgeschrieben wurde, bis es saß. Und einer Crew, die zusammengewachsen ist – nicht trotz des Drucks, sondern wegen ihm.
Besonders beeindruckend war der Übergang zwischen Bühne und Leinwand – ein technisches und inszenatorisches Kunststück, das die Crew gemeinsam entwickelt hatte. Mal endete ein Filmschnitt genau in dem Moment, in dem das Bühnenlicht hochfuhr. Mal fror eine Szene auf der Bühne ein und wurde nahtlos zum Film. Das Publikum musste sich erst daran gewöhnen – und liebte es dann umso mehr.
Was bleibt, ist der Stolz auf etwas, das wirklich entstanden ist. Nicht aus dem Nichts – sondern aus 20 Menschen, einem gemeinsamen Antrieb und der Überzeugung, dass es sich lohnt, etwas Größeres zu wagen.