Bericht von S. Demirkaya und Fotos von S. Hübner und Ch. Bigalke
Am 13. und 14. Juli unternahmen 44 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 gemeinsam mit ihren drei begleitenden Lehrkräften (Frau Hübner, Frau Demirkaya und Herr Bigalke) eine zweitägige Fahrt nach Lille. Die Gruppe bestand aus zwei Französischkursen, die sich jeweils aus Schülerinnen und Schülern zweier Klassen zusammensetzen. Für viele von ihnen war es zugleich der erste Besuch in Frankreich. Ziel der Fahrt war es, unser europäisches Nachbarland näher kennenzulernen, die französische Sprache einmal außerhalb des Klassenraums zu erleben und bereits erworbene Sprachkenntnisse in authentischen Alltagssituationen anzuwenden. Gleichzeitig bot die gemeinsame Reise eine schöne Gelegenheit, sich auch klassenübergreifend besser kennenzulernen. Nach der Ankunft erkundeten die Schülerinnen und Schüler Lille zunächst im Rahmen einer Stadtrallye. Dabei führte sie ihr Weg unter anderem über die Grand-Place und zu weiteren bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Neben historischen und kulturellen Besonderheiten gab es auch Kurioses zu entdecken – etwa das kleinste Haus von Lille oder typische französische Comicfiguren und Symbole. Im Anschluss blieb genügend Zeit, die Stadt in Kleingruppen selbstständig zu erkunden. Ob beim Bummeln durch die Innenstadt, beim Entspannen in einem Park oder beim Probieren französischer Spezialitäten – überall konnten die Jugendlichen die besondere Atmosphäre Lilles genießen. Dabei lernten sie unter anderem verschiedene Käsesorten, Quiches sowie weitere französische Spezialitäten kennen. Besonders schön war zu beobachten, wie sich die Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend immer wieder zusammenschlossen und gemeinsam die Stadt erkundeten. Am Abend traf sich die gesamte Gruppe zu einem gemeinsamen Pizzaessen. Anschließend ließen die Schülerinnen und Schüler den Tag beim Boule, dem französischen Nationalsport, oder mit verschiedenen Gesellschaftsspielen ausklingen. Eine besonders schöne Begegnung ergab sich zudem im Hostel, als die Gruppe auf Schülerinnen und Schüler aus Wales traf. Schnell entstanden angeregte Gespräche auf Englisch, Französisch und Deutsch – ein gelungenes Beispiel dafür, wie unkompliziert internationale Begegnungen und interkultureller Austausch gelingen können. Ein besonderes Highlight der Fahrt war der französische Nationalfeiertag. Bereits am Abend des 13. Juli war die festliche Stimmung in der Stadt deutlich spürbar. Am Morgen des 14. Juli konnten die Schülerinnen und Schüler die Parade zum Nationalfeiertag miterleben. Sie konnten unter anderem das Militärorchester, den feierlichen Marsch der Einsatzkräfte, das Abspielen der Nationalhymne sowie die Verleihung von Auszeichnungen beobachten – ein eindrucksvoller Einblick in französische Traditionen und das öffentliche Leben. Nach einem französischen Frühstück mit Croissants, Pain au chocolat und frisch gepresstem Orangensaft stand eine zweite Stadtrallye auf dem Programm. Anschließend blieb noch etwas Zeit, letzte Eindrücke der Stadt zu sammeln, bevor sich die Gruppe gegen 14 Uhr am Bus traf und die Heimreise antrat. Bei bestem Sommerwetter legte die Gruppe zahlreiche Kilometer zu Fuß zurück und sammelte viele neue Eindrücke. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler auf der Heimfahrt waren durchweg positiv. Die Fahrt nach Lille war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung und zeigte einmal mehr, wie wertvoll das Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann.

