von R. Plätzer, Fotos von A. Hoffmann
Ein besonderes Erlebnis erwartete die Religionskurse der 6.Klassen unserer Schule am Montag nach den Osterferien: In einem 90-minütigen Online-Vortrag zum Thema „Judentum live erleben – im Mittelpunkt: der Schabbat“ erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in den jüdischen Glauben und die gelebte Praxis in Jerusalem.
Über eine Live-Schaltung direkt nach Jerusalem berichtete ein erfahrener jüdischer Gesprächspartner authentisch und anschaulich aus seinem Alltag. Dabei stand insbesondere der Schabbat im Mittelpunkt. Die Zuhörenden erfuhren etwas über die Bedeutung des Schabbats, seine Rituale und seine besondere Atmosphäre. Ergänzt wurde der Vortrag durch ein Video, das eine Schabbatfeier zeigte und so das zuvor Gehörte eindrucksvoll veranschaulichte.
Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Neben Fragen zum Schabbat interessierten sie sich auch für das Leben in Jerusalem allgemein, etwa für das Bildungssystem oder den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Auch aktuelle politische Themen kamen zur Sprache. So wollte ein Schüler wissen, wie die Einhaltung des Schabbats in Zeiten von Krieg möglich ist, wenn doch beispielsweise die Nutzung von Telefonen oder Autos eigentlich eingeschränkt ist und man nicht arbeiten darf. Der Referent beantwortete die Fragen offen und verständlich und gab dabei wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Anpassungen im Alltag. Wichtig war ihm, immer wieder auf die Gemeinsamkeiten der Religionen zu blicken statt darauf zu schauen, was sie voneinander unterscheidet.
Das Format erwies sich als äußerst gelungen und ermöglichte eine Begegnung, die im Klassenzimmer sonst kaum möglich wäre. Für uns alle war diese Veranstaltung eine eindrucksvolle und nachhaltige Erfahrung, die das Verständnis für eine andere Religion und Kultur auf lebendige Weise gefördert hat. Ein Dank gilt der Kooperation mit den Stadtwerken Wuppertal Rotary Club Wuppertal, durch deren Unterstützung die Teilnahme für unsere Schule finanziert werden konnte.