Forensische DNA-Untersuchung im Schülerforschungszentrum

Bericht und Fotos von S. Bukow, SFZ-Leitung

Seit einem Jahr entwickelt das Schülerforschungszentrum (SFZ) des CFG mit großzügiger Unterstützung des Science@School-Förderprogramms der Bayer-Stiftung, des Biotech-Unternehmens AiCuris aus Wuppertal und unserem Förderverein ein eigenes DNA-Labor. Nun konnte zum ersten Mal in diesem Labor gearbeitet werden.

Mit modernen Laborgeräten werden hier DNA-Spuren untersucht, um die Methode der forensischen DNA-Vergleiche kennenzulernen. Zunächst werden die geringen Mengen an Tatort-DNA sowie die DNA-Proben verdächtiger Personen mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) vervielfältigt. Dadurch entstehen von jedem DNA-Molekül über 17 Milliarden Kopien. Für diesen „DNA-Kopierer“ erhielt der Biochemiker Kary Mullis 1993 den Chemie-Nobelpreis. Ein sogenannter Thermocycler steuert dieses Verfahren mit präzisen Temperaturzyklen. Ein Vorteil der forensischen Untersuchung ist, dass bereits wenige Mikroliter DNA ausreichen, um die PCR durchzuführen.

Anschließend wird die vervielfältigte DNA mit Mikroliter-Pipetten in ein Agarosegel übertragen. In diesem Gel trennt sich die DNA nach ihrer Größe, sobald das elektrische Feld der Gelkammer aktiviert wird. Bereits nach 45 Minuten ist die Trennung der DNA-Abschnitte abgeschlossen, und mithilfe eines Farbstoffs werden die DNA-Banden sichtbar. Diese Banden sind ebenso einzigartig wie der menschliche Fingerabdruck und ermöglichen beim Vergleich der Tatort-DNA mit der DNA der Tatverdächtigen die Identifizierung des Täters. Erkennen Sie ihn auf dem Foto?

Das DNA-Labor des SFZ wird diese faszinierende molekularbiologische Arbeit regelmäßig mit Biologiekursen der Oberstufe durchführen, um unseren MINT-Bereich zu stärken und zur Studienorientierung beizutragen. Darüber hinaus steht das DNA-Labor auch für Projektkurse und Workshoptage zur Verfügung, da die Laborausstattung vielfältige DNA-Analysen ermöglicht.

Das SFZ dankt herzlich unseren Unterstützern, der Bayer-Stiftung, AiCuris und dem Verein der Freunde, ohne deren Engagement dieses Labor nicht entstanden wäre.