Demokratiebildung am CFG: Neues Vertretungskonzept startet in der Erprobungsstufe

Bericht und Foto von J. Redetzky

Demokratie aktiv erleben und gestalten: Dieses Ziel verfolgt das CFG mit einem neuen Gesamtkonzept zur Demokratiebildung, das die vielen bereits bestehenden Angebote der Schule miteinander verbindet und weiterentwickelt. Zu den Bausteinen gehören unter anderem der Klassenrat, die Schülervertretung, „Jugend debattiert“, die Juniorwahl, der Klimarat sowie das Profil als Europaschule.

Ein erster neuer Bestandteil ist im Oktober 2026 in den Klassen 5 und 6 gestartet: das Vertretungskonzept „Demokratie lernen“. Immer dann, wenn in Vertretungsstunden kein Fachmaterial vorliegt, arbeiten die Schülerinnen und Schüler an ihrer digitalen „Demokratie-Insel“ weiter. Dort setzen sie sich mit den Themen Regeln entwickeln, diskutieren und entscheiden, Werte vertreten, mitwirken sowie Medien nutzen auseinander.

Die Arbeit erfolgt mit iPads, in Gruppen oder im Klassenrat. Ergebnisse werden dokumentiert und gespeichert, sodass die Klassen bei jeder Demokratie-Stunde dort anknüpfen können, wo sie zuletzt aufgehört haben. Die Vertretungslehrkraft begleitet die Stunde, zusätzliche Vorbereitung ist nicht erforderlich.

Bei der Entwicklung des Materials wirkte auch der Zusatzkurs Sozialwissenschaften der Q2 mit. Die Schülerinnen und Schüler erstellten eigene Unterrichtsmaterialien und führten Interviews mit den Geschichtslehrkräften Frau Dr. Fechner und Herrn Kamphoff zur Bedeutung, Gefährdung und Stärkung von Demokratie in Vergangenheit und Gegenwart.

Mit dem neuen Konzept werden Vertretungsstunden sinnvoll genutzt und zugleich wichtige demokratische Kompetenzen gefördert. Weitere Angebote für höhere Jahrgangsstufen sollen in den kommenden Jahren folgen.